Polaroid Lab

Ich habe mir schon vor über einem Monat das Polaroid Lab bestellt. Damit ist es möglich, Fotos über das Smartphone Display auf ein Polaroid mittels einer App und dem Polaroid Lab zu übertragen. Der Grund dafür ist, dass ich auch gerne Fotos von der digitalen Kamera auf Polaroid entwickeln möchte. Mit einem Preis von +/- 120 Euro, liegt der „Drucker“ (wenn man es so nennen möchte) im Mittelfeld. Es gibt günstigere Fotodrucker, allerdings nicht im Sofortbild Bereich. Das wirklich teure ist bei Polaroid allerdings der Film, mit ca. 15-16 Euro für 8 Fotos. Dafür bekommt man ein größeres Foto wie bei z. B. Fuji Instax Square und mit jedem Foto ein Unikat, selbst dann wenn man das Foto über das Polaroid Lab entwickelt. Den Polaroid kann genau eines nicht, so sauber entwickeln wie Fuji Instax. Es entstehen immer „Fehler“. Farbflecken und stellen die nicht richtig belichtet werden, kurzum, kein Foto gleicht dem anderen und genau das ist es, was ein Polaroidfoto ausmacht.

Es gibt noch einen für mich interessanten Effekt, der einer der Gründe war, warum ich mir das Polaroid Lab bestellt habe, ich kann ein Schwarz-Weiß Foto über den Farbfilm entwickeln und bekomme Farbflecken. Das ist wie ein Special Effect den man nicht berechnen kann.

Wer jetzt meint, das ist nicht individuell genug, das ist kein Unikat mehr, der kann das Foto mit der digitalen Kamera machen, entsprechend bearbeiten, über Polaroid Ausdrucken und dann die Datei löschen. Damit entsteht ein Unikat, das nicht nur vom Effekt der „Fehler“ lebt, sondern ein Unikat das digital entstanden ist. Ich finde das genial 🙂

Ein Video zum Polaroid Lab von Polaroid Originals dazu findest du HIER.

Hier ist der Effekt zu sehen, Farbflecken auf dem Schwarz-Weiß-Foto. Ist nicht jedermanns Sache, aber ich finde das genial. Wer das nicht mag, braucht nur einen Schwarz-Weiß-Film einlegen.

Project 52 (KW12/2020 6-52)

Es sind schwere Zeiten für uns angebrochen und Corona trifft uns alle. Mein Held in diesen Tagen ist mein kleiner Sohn, der nun schon seit vielen Tagen, wie wir alle, zu Hause verharrt. Abgesehen vom Einkauf, geht keiner von uns vor die Tür. Es hat ein wenig von einem Zoo Gehege. Auf ca. 88 qm treiben wir uns zu fünft herum. Der Balkon ist zum Highlight für den kleinen Helden geworden, wo er mit Stift und Papier das niederschreibt, was er sieht. Natürlich kann er noch nicht schreiben, er ist noch nicht mal vier. Aber immerhin, er schafft es zu Hause zu bleiben, ohne zu jammern. Das ist weit mehr als viele andere Jugendliche und Erwachsene in diesen Tagen schaffen. Seine Lieblingsbeschäftigung: Zeichen, malen, schneiden, kleben, basteln und Work-out mit der großen Schwester machen.

Polaroid Scanvorlage Version 2

Ich habe vor zwei Wochen schon eine Scan Vorlage gebastelt mit einer Karton-Schaumplatte die ca. 5 mm dick ist. Wie sich allerdings, nachdem sie fertig war, herausstellte, sind damit die Polaroids zu weit weg vom Glas des Scanners, dadurch wurden die Bilder unscharf. Ich kann jetzt an der Stelle nicht sagen, ob es an meinem Canon LIDE Scanner liegt, da dieser mit LED arbeitet oder an Scanner allgemein. Ich habe mich mit dem Thema hinsichtlich Abstand zur Glasplatte, nie wirklich beschäftigt.

Auf alle Fälle habe ich dann, an einer anderen Lösung gearbeitet, weswegen der Titel nun auch Polaroid Scanvorlage Version 2 lautet.

Vielleicht vorweg, es gab von Impossible, dem Erfinder und Hersteller der heutigen Generation von Polaroid Filmen, mal eine Vorlage aus Kunststoff. Diese waren einmal für, ich glaube, 30 Euro zu haben, was an sich schon teuer ist. Ich wollte mir solch eine organisieren, sprich kaufen, doch der aktuelle Preis liegt mit ~70 Euro viel zu hoch, weswegen ich mich entschieden habe, selbst eine Vorlage zu basteln. Es ist auch nicht so das ich Hunderte Fotos mit den Polaroid Kameras mache und diese dann Scannen muss/will.

Gebastelt habe ich mir die Vorlage aus einem Fotokarton mit 300mg/qm in A4 von der Firma folia (link gibt es am Ende des Beitrags). Dafür habe ich mir insgesamt vier Blätter genommen, drei davon mit einem flüssigen Kleber zusammengeklebt und zwischen Büchern gepresst, damit er möglichst gerade bleibt, da sich das Papier durch den feuchten Kleber verbiegt und Wellen wirft.
Wenn der zusammengeklebte Fotokarton trocken ist, und somit etwas dicker als ein Polaroidfoto, habe ich mir mittels Geodreieck ein Bild vermessen, mir vier Rechtecke auf den Karton vorgezeichnet, wobei ich etwas mehr Platz gelassen habe, damit ich das Foto nicht rein pressen muss, aber auch nicht zu viel, damit es nicht schief eingescannt wird. Das Ganze habe ich mit einem Cutter und einem Alulineal vorsichtig ausgeschnitten.

Danach hinten drauf das vierte Blatt vom Fotokarton auf geklebt, wieder zwischen Büchern gepresst. Dann habe ich jeweils vier runde Löcher ausgeschnitten und ein doppelseitiges Tixo verwendet. Das doppelseitige Klebeband, das ich mit den Fingern noch etwas abgetupft habe damit es nicht zu stark klebt, dient dazu das die Polaroids nicht raus fallen, wenn man den Rahmen umgekehrt in den Scanner legt. Die Löcher, damit man die Fotos von hinten, mit den Fingern, wieder aus der Vorlage bekommt.

Die Bilder reinige ich vorher mit einem Microfastertuch, danach scanne ich sie mit 600dpi ein, bei meinem Scanner muss ich bei der Auflösung jedes Bild einzeln einscannen, da Canon das ziemlich bescheuert gelöst hat, warum auch immer. Mit 300dpi kann ich allerdings auch die ganze Seite einscannen.

 

Die gescannten Bilder werden dann in Photoshop ausgerichtet und zugeschnitten , etwas mit dem Filter > Scharfzeichnungsfilter > Scharfzeichnen (1-2x) nachgeschärft. Das kann man natürlich noch besser machen, aber an sich reicht es (zumindest mir) für die eingescannten Polaroids.

Fertiges Bild kleiner gespeichert, also fürs Web:

Materialliste (Amazon Affiliate Links):

Project 52 (KW11/2020 5-52)

Mein Hamstereinkauf. 3x Club Mate, 4x Guinness und Lebensmittel fürs Wochenende. Ich gehöre nicht zu der Gruppe der Zombies. Jener Hirntoten die einkaufen, als würde ein Atomkrieg ausbrechen. Jene Hirntote, die ein funktionierendes System in die Knie zwingen. Nahrungsmittel, wem wundert es, gibt es hierzulande mehr als genug. Das Problem ist, die Waren müssen auch an die Filialen geliefert werden und das braucht Zeit, ebenso das Einschlichten. Somit gibt es, fast leere Geschäfte. Genau diese würde es gar nicht erst geben, wenn diese hirntoten Zombies nicht Hamsterkäufe machen würden.

Das klingt vielleicht nicht so schlimm, aber weiter gedacht bricht irgendwann das System zusammen und es beginnt mit Plünderungen und mit der gefallenen Hemmschwelle wird es auch tote geben. Den Hamsterkäufern wird man mit Sicherheit nicht die alleinige Schuld geben, aber wenn man schon mal da ist …

Ich bitte euch, denkt bei eurem Handeln mit. Bleibt zu Hause, kauft normal ein. Verhaltet euch ruhig. Es wird ein wenig dauern und es ist nicht der beste Zustand. Aber wenn wir das schneller hinter uns bringen möchten, dann geht das nur mit Zusammenhalt und Disziplin. Und ruft ruhig die Polizei, wenn sich andere nicht an das Halten, was gefordert wird. Es geht nur nicht um unser Ego, es geht um das Wohl der Menschheit. Jeder muss seinen Beitrag dazu leisten, ohne Ausnahme.

In diesem Sinne, bleibt gesund!

Hamsterkauf

Project 52 (Zwischenstand nach 4 Wochen)

Wie ich schon anfangs meine Zweifel gestreut habe, es wird mir an Zeit fehlen entsprechende Shootings zu planen. Aktuell sprechen wir von dokumentarischen Fotos, Bilder die sich vor mir ergaben.

Das erste Bild aus dem Project 52, der Kalenderwoche 7, das Foto mit dem Einkaufswagen ist eine Szene, die zumindest ein Problem unserer Gesellschaft darstellt. Mir ist klar, das Bild deutet leider nicht sofort darauf hin, war aber von der Auswahl, die ich hatte,  das für ich aussagekräftigste Foto der Woche.
Es soll zeigen das wir viel zu viel herumliegen lassen, an Orten, wo Dinge nicht hingehören. Der Müll landet überall und kaum einer denkt über die Konsequenzen nach, die sein Handeln hinterlässt. Der Klimawandel ist nicht mehr eine Frage des Glaubens, sondern nur noch eine Frage, wie hart es uns treffen wird.

Das zweite Bild, Kalenderwoche 8, zeigt einen Elvis Verschnitt vom Faschingsumzug im Prater in Wien. Abgesehen von dem offensichtlichen Spaß, den der Protagonist bei der Sache hat, hat das Bild so gut wie keine Aussage. Trotzdem hat mir die Kulisse im Hintergrund und das passende Gebäude irgendwie gefallen.

In Kalenderwoche 9 hatte ich in der Arbeit so viel zu tun, das ich nur abends beim Weg nach Hause etwas Zeit fand. Es war dunkel, die Objekte am Weg halten sich in Grenzen. Der Chinese in der Nähe meiner Wohnung ist fest beleuchtet, an diesem Abend hat mir das Bild, das ich mir hier dargeboten hat, gefallen und ich habe es einfach auf den Sensor gebannt.

In der aktuellen Woche, KW10, hat sich meine Tochter die Nägel ablackiert. Da es sich um eine speziellen Nagellack handelt der lange hält, macht sie das mit eine Flüssigkeit, ich glaube einem Pad und eine mitgelieferten Alufolie. Das hatte etwas Spaceiges. Ansonsten habe ich Fotos von meinem Sohn gemacht und vor allem damit begonnen den ersten analogen Film, Ilford HP5 Plus, auf der Yashica FR 1 zu knipsen. Mal sehen, vielleicht, wenn der Film voll ist und entwickelt wurde, kommt eines der Fotos in eine der Project 52 Wochen, sofern sie etwas werden. Bei der Kamera ist der Spiegeldämpfer fast komplett ab, daher könnten die Fotos durch den Spiegelschlag unscharf geworden sein.

Mal sehen was die nächsten Wochen mit sich bringen. Ich persönlich würde gerne viel mehr Fotos mit aussagen präsentieren, bzw. mehr dokumentarischen Hintergrund. Ich halte auf alle Fälle die Augen offen.

Yashica FR 1

Ich habe mir gebraucht, über Willhaben, eine analoge Kamera, eine Yashica FR 1 erstanden. Einerseits ein glücklicher Kauf, da die Objektive in einem sehr guten Zustand sind, anderseits sind die Dichtungen sehr spröde und lösen sich bei jeder Berührung auf, der Spiegeldämpfer ist quasi nicht mehr vorhanden.. Ich habe einen Händler gefunden, der neue Dichtungen anbietet, der Preis ist mit stolzen 28 Euro nicht gerade gering, dazu kommen dann noch einmal 14 Euro Versandkosten. Also 42 Euro für eine Kamera die es ohne Objektive, auf ebay für 30 Euro gibt.

Aber wie ich festgestellt habe, dürfte es bei 2nd Hand Händler wie bei Camera United nicht besser sein, da sie mir z. B. geschrieben haben, das sie solche Dichtungen sowie den Spiegeldämpfer, nicht besorgen können. Bisher dachte ich, wenn man dort eine Kamera gebraucht kauft, wird sie zumindest gereinigt und ggf. die Dichtungen ausgetauscht.

Warum diese Kamera? An sich wollte ich beim oben genannten Händler eine Yashica FR kaufen, habe aber dann gelesen das es keinen Belichtungsmesser gibt bzw. keine Zeitautomatik. Deswegen habe ich weiter gesucht und bin dadurch auf die FR 1 gekommen. Ursprünglich wollte ich eine Olympus OM-2(n), diese habe ich aber nicht für unter 100 Euro gefunden.

Die Funktionen sind einfach zu überblicken:

  • ASA/ISO Einstellrad
  • Belichtungszeit
  • Blende am Objektiv
  • Manueller Fokus am Objektiv
  • Blitzschuh und Sync-Kabel Anschluss
  • Fernauslöser

Neben einigen Filter, Blitz, Blitzsynckabel, Fernauslöser usw. war auch noch ein Teleobjektiv dabei. Ansonsten sieht die Ausrüstung, die für mich interessant ist, aktuell so aus:

  • Yashica FR 1
  • Yashica Lens DSB 28mm 1:2.8
  • Yashica Lens ML 50mm 1:1.7
  • Yashica Lens DSB 135mm 1:2.8

Kamera scheint soweit zu funktionieren, wie aber schon erwähnt, ich brauche neue Dichtungen und einen neuen Spiegeldämpfer. Der erste Film wird zeigen, wie gut die Kamera noch funktioniert. Danach werde ich mir weiter überlegen wie ich mit den Dichtungen und dem Spiegeldämpfer weiter vorgehe.

Die Mattscheibe war sehr verdreckt, diese habe ich auseinandergenommen. Dabei sind mir die Teile gleich entgegengesprungen. Daher aufpassen beim Zerlegen. Ich habe den halben Abend gebraucht um herauszufinden, wie ich das ganze wieder zusammen bekomme. Im Internet war dazu nichts zu finden. Ich werde Bilder als auch meine Erfahrung damit noch hier veröffentlichen.

Die „Immer mit dabei Kamera“

Meine neue „Immer mit dabei Kamera“ mit Objektiv ist aktuell so konfiguriert:

  • Fuji X-T100 Kamera
  • Fuji XF 27mm f2.8 Pencake Objektiv
  • 16GB SanDisk Extreme Speicherkarte
  • ropster Kameragurt

Wer meinen Blog verfolgt hat weiß, dass ich schon vor längerer Zeit mal geschrieben habe, dass ich eine X-T100 als „Immer mit dabei Kamera“ haben wollte. Klang vielversprechend, wirkt im Moment auch so. Um den Preis eine wirklich tolle Kamera.

Viel gibt es an sich nicht dazu sagen, ich fotografiere wie schon immer in RAW+Fine, sprich jpeg und RAW. In der Regel habe ich BW (Schwarz & Weiß) eingestellt. Schade ist das die X-T100 nicht alle Filmsimulationen der X-T2 hat, allerdings es ist auch nicht weiter schlimm.

Fotos werden nach und nach kommen, es wird sich vor allem um Fotos handeln, die nicht einem Projekt entsprungen sind. Ob ich so auch auf Street-Tour damit gehe, weiß ich noch nicht. Wird sich zeigen. An sich bietet es sich an.